Raucherberatung (Rauchstopp-Beratung)
Rauchen ist der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor für chronische Atemwegserkrankungen (z. B. COPD), Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Tumorerkrankungen. Eine strukturierte Raucherberatung ist daher nicht „nur“ Lifestyle, sondern eine medizinische Intervention, die nachweislich die Erfolgschancen eines Rauchstopps verbessert – besonders, wenn Verhaltensunterstützung und medikamentöse Optionen kombiniert werden.
Für wen ist eine Raucherberatung sinnvoll?
- Raucher:innen, die aufhören möchten (auch wenn der Wunsch noch „wackelt“)
- Ex-Raucher:innen, die Rückfälle vermeiden wollen
- Patient:innen mit Asthma, COPD, chronischem Husten, Atemnot
- Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Risiko (internistische Gesamtbetrachtung)
Was passiert in der Raucherberatung?
In der Beratung geht es um realistische, alltagstaugliche Schritte – nicht um Schuld oder Druck. Typische Inhalte:
Was bedeutet das Rauchen für Lunge, Atemwege, Kreislauf?
Stress, Routinen, soziale Situationen
konkretes Datum, Strategien für kritische Momente
z. B. Nikotinersatz, weitere evidenzbasierte Medikamente – immer nach individueller Abwägung und Kontraindikationen.
kurze Kontrollen erhöhen die Stabilität der Abstinenz
Warum beim Lungenfacharzt?
Bei Atemwegserkrankungen ist Rauchstopp Teil der Therapie – wir können parallel Lungenfunktion, Entzündungsmarker und Verlauf beurteilen und damit den Nutzen für Patient:innen greifbar machen.