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Raucherberatung (Rauchstopp-Beratung)

Rauchen ist der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor für chronische Atemwegserkrankungen (z. B. COPD), Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Tumorerkrankungen. Eine strukturierte Raucherberatung ist daher nicht „nur“ Lifestyle, sondern eine medizinische Intervention, die nachweislich die Erfolgschancen eines Rauchstopps verbessert – besonders, wenn Verhaltensunterstützung und medikamentöse Optionen kombiniert werden.

Für wen ist eine Raucherberatung sinnvoll?

  • Raucher:innen, die aufhören möchten (auch wenn der Wunsch noch „wackelt“)
  • Ex-Raucher:innen, die Rückfälle vermeiden wollen
  • Patient:innen mit Asthma, COPD, chronischem Husten, Atemnot
  • Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Risiko (internistische Gesamtbetrachtung)

Was passiert in der Raucherberatung?

In der Beratung geht es um realistische, alltagstaugliche Schritte – nicht um Schuld oder Druck. Typische Inhalte:

01
Medizinische Einordnung

Was bedeutet das Rauchen für Lunge, Atemwege, Kreislauf?

02
Motivation & Trigger erkennen

Stress, Routinen, soziale Situationen

03
Rauchstopp-Plan

konkretes Datum, Strategien für kritische Momente

04
Unterstützende Therapieoptionen (wenn passend)

z. B. Nikotinersatz, weitere evidenzbasierte Medikamente – immer nach individueller Abwägung und Kontraindikationen.

05
Follow-ups

kurze Kontrollen erhöhen die Stabilität der Abstinenz

Warum beim Lungenfacharzt?

Bei Atemwegserkrankungen ist Rauchstopp Teil der Therapie – wir können parallel Lungenfunktion, Entzündungsmarker und Verlauf beurteilen und damit den Nutzen für Patient:innen greifbar machen.