Biologika-Therapie für Asthma & COPD
Biologika sind moderne, zielgerichtete Therapien für ausgewählte Patient:innen – vor allem bei schwerem, unkontrolliertem Asthma trotz leitliniengerechter Basistherapie. Entscheidend ist eine strukturierte Abklärung, ob ein Biologikum sinnvoll ist: richtige Diagnose, Inhalationstechnik, Therapietreue, Trigger und Begleiterkrankungen müssen geprüft werden.
Biologika bei Asthma: Wann ist das ein Thema?
Typisch bei:
- häufigen Exazerbationen trotz hochdosierter inhalativer Therapie
- wiederholten oralen Kortisonzyklen
- Hinweis auf Typ-2-Entzündung (z. B. erhöhte Eosinophile, FeNO) als wichtige Marker in der phänotypischen Einordnung.
Ziele: weniger Anfälle, bessere Kontrolle, weniger Kortison-Nebenwirkungen, bessere Lebensqualität.
Biologika bei COPD: Für wen kommt das infrage?
Bei COPD war Biologika-Therapie lange experimentell. Inzwischen gibt es jedoch Evidenz und (EU-weit) eine Zulassung für bestimmte Patientengruppen – insbesondere COPD mit Typ-2-Inflammation (z. B. erhöhte Blut-Eosinophile) und weiterhin unkontrollierten Verläufen trotz inhalativer Therapie.
Wichtig: Ob und welches Biologikum geeignet ist, hängt stark vom individuellen Profil ab (Exazerbationen, Eosinophile, Begleiterkrankungen, bisherige Therapie).
Ablauf einer Biologika-Abklärung (praxisnah)
Warum beim Lungenfacharzt?
Bei Atemwegserkrankungen ist Rauchstopp Teil der Therapie – wir können parallel Lungenfunktion, Entzündungsmarker und Verlauf beurteilen und damit den Nutzen für Patient:innen greifbar machen.